Werkstoffprüferin und -prüfer

  Bild von Metallographie Schliffen Urheberrecht: IWM  

Hast du dich schon mal gefragt aus welchem Material z.B. ein Windrad oder eine Hüftprothese besteht oder wie die Werkstoffe innerlich aufgebaut sind und warum sie den Belastungen standhalten, dann sind schon die ersten Grundsteine für ein Interesse zur Materialforschung gelegt.

Wenn handwerkliches Arbeiten und Teamwork auch zu dir passen, bist du hier genau richtig und solltest unbedingt weiterlesen!

Kontakt

Vanessa Gebhardt © Urheberrecht: IWM

Name

Vanessa Gebhardt

Leiterin Labore

Telefon

work
+49 241 80 90615

E-Mail

E-Mail
 

Die RWTH, als größter Arbeitgeber der Region, und das IWM

Der Name der RWTH Aachen ist bekannt für ihr Studium, doch was die Wenigsten wissen, ist, dass die RWTH auch ein tolles Angebot für Ausbildungsplätze zur Verfügung stellt, wie zum Beispiel die Ausbildung als Werkstoffprüfer mit Fachrichtung Metalltechnik am Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau (IWM).

 

Die Ausbildung am IWM

Eine Aufgabe des IWM ist es durch Forschung und Entwicklung neue Werkstoffe im Bereich der Metalle und Keramiken zu prüfen und (weiter) zu entwickeln, um Aufgaben von morgen zu lösen. Dazu verfügt das IWM unter anderem über einer Prüfhalle, wo beispielsweise Zug-, Druck-, Biege- oder Dauerschwingversuche durchgeführt werden, um Werkstoffeigenschaften zu ermitteln. Damit wir verstehen, warum sich der eine Werkstoff anders verhält oder der Belastung länger standhält als der andere benutzen wir zum Beispiel verschiedene Mikroskope und schauen uns im Labor an, wie der Werkstoff aufgebaut ist.

Die Ausbildung zum/zur Werkstoffprüfer/in am IWM findet genau in diesen beiden Bereichen statt. Im Team herrscht eine sehr angenehme kollegiale Atmosphäre, man heißt jeden willkommen und unterstützt sich gegenseitig bei Fragen oder Problemen.

Hier eine kleine Auflistung von Aufgaben, die dich erwarten:

  • physikalisch-technische Untersuchungen und Versuchsreihen zur Prüfung von Werkstoffen und Halbzeugen auf ihre Eigenschaften, Zusammensetzung und Fehler vorbereiten, durchführen und auswerten
  • Aufträge und Prüfaufgaben erfassen und Prüfmuster sowie einzelne Prüfverfahren festlegen
  • Proben entnehmen und präparieren sowie mikroskopisch analysieren
  • Prüfeinrichtungen, Mess- und Hilfsmittel überprüfen, kalibrieren und warten
  • Proben einspannen; Maschinen, Geräte, Mikroskope und andere Betriebsmittel einrichten
  • Härte bestimmen nach verschiedenen Verfahren
  • Festigkeits- und Verformungskennwerte durch Zugprüfungen ermitteln
  • Kerbschlagbiegeprüfungen durchführen
  • verschiedene metallische Werkstoffe mit allen physikalischen Kennwerten, die den jeweiligen Werkstoff ausmachen, exakt bestimmen
  • fehlerhafte Bauteile untersuchen und Ursachen ermitteln, Maßnahmen zur Fehlervermeidung entwickeln Nachbehandlungsmaßnahmen festlegen

 

Qualität und Zukunftsperspektive

Während deiner Zeit am Institut werden dir unter anderem interne Forschungsproben zum Untersuchen vorliegen, aber zum Teil auch externe Proben von Firmen, was alleine auf Grund der Werkstoffvielfalt das Arbeiten hier nicht langweilig werden lässt. Außerdem bist du somit breit für die Zukunft aufgestellt.

Jedes große Unternehmen, welches metallische Halbzeuge oder Bauteile herstellt, braucht Werkstoffprüfer in unterschiedlichen Bereichen, wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Qualitätsmanagement oder Reklamation. Dies verspricht viele Freiheiten und gute Jobchancen für die Zukunft oder könnte der Schritt vor einem Studium oder anderen Weiterbildungsmaßnahmen und anschließender Selbstständigkeit sein - definitiv werden dir nach einer erfolgreichen Ausbildung viele Türen offenstehen.

 

Finanzielle Gestaltung

Die monatliche Ausbildungsvergütung gestaltet sich wie folgt:

1. Ausbildungsjahr: 1.036,82 Euro

2. Ausbildungsjahr: 1.090,96 Euro

3. Ausbildungsjahr: 1.140,61 Euro

4. Ausbildungsjahr: 1.209,51 Euro

Mit Zusatzleistungen in Form von:

Vermögenswirksame Leistungen: 13,29 Euro

Jobticket: ab dem 1. Januar 2018 21 Euro pro Monat

Weihnachtsgeld: 95 Prozent des Novemberentgelts

Urlaubstage: 30 Tage pro Jahr