
Transparente Keramiken werden aufgrund überlegener struktureller und mechanischer Eigenschaften im Vergleich zu Glaswerkstoffen eingesetzt. Aussichtsreiche Werkstoffe sind u.a. Aluminiumoxid, Yttrium-Aluminium-Granat und Aluminiumoxynitrid. Die Herstellung transparenter Keramik erfordert Einphasigkeit und Porenfreiheit und stellt damit höchste Ansprüche an Prozessführung und Reinheit. Aufgrund der Forderung nach optischer Isotropie besitzen die aussichtsreichen Werkstoffe kubische Kristallsysteme, um die transparenzmindernde Doppelbrechung zu vermeiden.

Im Rahmen des NRW Ziel2-Progamms 2007-2013 soll die Innovationsfähigkeit des Landes Nordrhein-Westfalens gestärkt werden. Die Tranak-Projektpartner haben sich zum Ziel gesetzt eine industrielle Fertigungsroute zu entwickeln, die wirtschaftlicher als bisherige Verfahren die Wettbewerbsfähigkeit der nordrheinwestfälischen Wirtschaft steigert. Das Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau unterstützt die Projektpartner durch begleitende Untersuchungen im Bereich der Analytik und Keramographie sowie im Bereich der Pulveraufbereitung und Formgebung und trägt somit zur erfolgreichen industriellen Markteinführung transparenter Keramiken in Nordrhein-Westfalen bei. Hierbei können neben der Nutzung vorhandener Kompetenzen an der RWTH Aachen nachhaltig neues Fachwissen über feinkristalline Werkstoffe für Lehre und Forschung geschaffen werden.
| Tino Schreiner, Dipl.-Ing.
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